Kreislaufwirtschaft
In Kürze
Kreislaufwirtschaft beschreibt ein Wirtschaftsmodell zur möglichst geschlossenen Nutzung von Ressourcen und Materialien. Ziel ist die Reduktion von Abfällen durch Wiederverwendung, Verwertung und Recycling.
Definition
Kreislaufwirtschaft ist ein wirtschaftsrechtlicher Begriff. Kreislaufwirtschaft bezeichnet die Organisation von Produktions- und Konsumprozessen nach dem Prinzip geschlossener Stoff- und Nutzungskreisläufe. Sie liegt vor, wenn Rohstoffe, Produkte und Materialien systematisch wiederverwendet, verwertet oder recycelt werden. Kreislaufwirtschaft erfordert die Ausrichtung von Produktgestaltung, Herstellung, Nutzung und Entsorgung auf Ressourcenschonung. Die rechtliche Ausgestaltung ergibt sich aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (Kreislaufwirtschaftsgesetz, KrWG) als zentraler Regelungsgrundlage. Eine unmittelbare Verpflichtung zur wirtschaftlichen Gewinnerzielung wird durch Kreislaufwirtschaft nicht begründet. Abzugrenzen ist Kreislaufwirtschaft von der linearen Wirtschaft, die auf Entnahme, Nutzung und Entsorgung ausgerichtet ist. In der Praxis beeinflusst Kreislaufwirtschaft betriebliche Entscheidungen zu Materialeinsatz, Produktdesign und Entsorgungsprozessen.