Mindesthaltbarkeitsdatum
In Kürze
Das Mindesthaltbarkeitsdatum kennzeichnet die zugesicherte Haltbarkeit eines Lebensmittels bei sachgerechter Lagerung. Es dient der Information über Qualität und Verkehrsfähigkeit.
Definition
Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein lebensmittelrechtlicher Begriff. Das Mindesthaltbarkeitsdatum bezeichnet den Zeitpunkt, bis zu dem ein Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften behält. Es beschreibt die zeitliche Grenze der zugesicherten Qualität bei Einhaltung vorgegebener Aufbewahrungsbedingungen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum liegt vor, wenn das Produkt bis zum angegebenen Datum sicher verkehrsfähig bleibt. Maßgeblich sind Zusammensetzung, Herstellungsverfahren sowie Verpackungs- und Lagerbedingungen des jeweiligen Lebensmittels. Nach Ablauf des Datums ist das Lebensmittel nicht automatisch gesundheitsschädlich oder ungenießbar. Die Kennzeichnungspflicht ergibt sich aus Artikel 9 Lebensmittelinformationsverordnung LMIV als unionsrechtlicher Grundlage. Eine Überschreitung des Mindesthaltbarkeitsdatums begründet keine generelle Verkehrs- oder Verwendungsunfähigkeit. Es ist vom Verbrauchsdatum abzugrenzen, das bei leicht verderblichen Lebensmitteln zwingend einzuhalten ist. In der Praxis dient das Mindesthaltbarkeitsdatum der kaufrechtlichen und lebensmittelrechtlichen Beurteilung der Produktqualität.