Rechnungseingangsbuch
In Kürze
Das Rechnungseingangsbuch dient der systematischen Erfassung eingehender Rechnungen im Unternehmen. Es schafft Transparenz über Verbindlichkeiten und steuerlich relevante Belege.
Definition
Rechnungseingangsbuch ist ein handelsrechtliches Instrument der Buchführung. Es bezeichnet ein chronologisch geführtes Grundbuch zur Erfassung eingehender Rechnungen. Das Rechnungseingangsbuch erfasst alle nicht sofort bar bezahlten Lieferantenrechnungen vollständig und zeitnah. Voraussetzung ist, dass die Rechnungen nach ihrem Eingang fortlaufend und nachvollziehbar dokumentiert sind. Die Erfassung umfasst insbesondere Eingangsdatum, Rechnungsnummer, Bruttobetrag und eindeutige Belegzuordnung. Rechtsgrundlage ist die Buchführungspflicht nach dem Handelsgesetzbuch, insbesondere § 238 Handelsgesetzbuch (HGB). Das Rechnungseingangsbuch begründet keinen eigenständigen Zahlungsanspruch oder Vorsteueranspruch. Es ist vom Rechnungsausgangsbuch abzugrenzen, das ausgestellte Rechnungen des Unternehmens dokumentiert. In der Praxis ermöglicht das Rechnungseingangsbuch die Kontrolle offener Verbindlichkeiten und die Vorbereitung steuerlicher Meldungen.