Taylorismus
In Kürze
Der Taylorismus bezeichnet ein organisationswissenschaftliches Modell zur Rationalisierung von Arbeitsprozessen. Er basiert auf strikter Arbeitsteilung und standardisierten Abläufen.
Definition
Taylorismus ist ein arbeitsorganisatorisches Modell zur systematischen Steigerung betrieblicher Effizienz durch wissenschaftliche Arbeitsanalyse. Der Taylorismus beschreibt die Zerlegung von Arbeitsprozessen in einfache, standardisierte Einzeltätigkeiten mit klarer Trennung von Planung und Ausführung. Er liegt vor, wenn Arbeitsinhalte zeitlich und sachlich normiert sowie durch Vorgaben des Managements verbindlich festgelegt sind. Kennzeichnend ist die Zuordnung ausführender Tätigkeiten zu Beschäftigten bei zentraler Steuerung von Arbeitsmethoden und Leistungsmaßstäben. Der Taylorismus setzt eine funktionale Hierarchie voraus, in der Disposition, Kontrolle und Arbeitsgestaltung organisatorisch getrennt sind. Rechtsgrundlagen sind nicht erforderlich, da es sich um ein betriebsorganisatorisches Gestaltungsmodell ohne eigene Normwirkung handelt. Der Taylorismus begründet keinen Anspruch auf bestimmte Arbeitsbedingungen oder Entlohnungsformen. Er ist von modernen arbeitspsychologischen Konzepten abzugrenzen, die auf ganzheitliche Aufgaben und Autonomie ausgerichtet sind. In der Praxis prägt der Taylorismus insbesondere standardisierte Produktions- und Dienstleistungsprozesse mit hohem Wiederholungsgrad.