Nostrokonto
In Kürze
Nostrokonto bezeichnet ein von einer Bank bei einem anderen Institut geführtes Eigenkonto. Es dient der Abwicklung und Kontrolle interbanklicher Zahlungsströme.
Definition
Nostrokonto ist ein finanzwirtschaftlicher Begriff zur buchhalterischen Abbildung interbanklicher Guthabenpositionen im Zahlungsverkehr international. Der Begriff Nostrokonto bezeichnet das Konto einer Bank, das bei einem anderen Institut geführt wird. Es liegt vor, wenn eine Bank ihre eigenen Zahlungsmittel bei einer Korrespondenzbank verbucht. Voraussetzung ist eine vertraglich begründete Kontoführung zwischen beteiligten Kreditinstituten für Zahlungs- oder Abwicklungszwecke. Die Buchungen erfolgen spiegelbildlich zu einem korrespondierenden Gegenkonto im Rechnungswesen des kontoführenden Instituts. Die Kontoführung kann in inländischer oder ausländischer Währung erfolgen und erfordert laufende Abstimmung. Die korrespondierenden Salden dienen der Nachvollziehbarkeit und internen Kontrolle zwischen den beteiligten Banken. Das Nostrokonto dient der Kontrolle von Salden, Buchungen und Valuten im bilateralen Zahlungsverkehr. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Führung eines Nostrokonto besteht im Bankverkehr nicht generell. Es ist vom Lorokonto abzugrenzen, das dieselbe Kontoverbindung aus Sicht der kontoführenden Bank abbildet. In der Praxis ermöglicht das Instrument die Abwicklung von Interbankenzahlungen und kurzfristigen Liquiditätsdispositionen.