Kostenstellenrechnung
In Kürze
Kostenstellenrechnung verteilt betriebliche Gemeinkosten auf organisatorische Einheiten. Sie schafft Transparenz über Kostenverursachung innerhalb des Unternehmens.
Definition
Kostenstellenrechnung ist ein Begriff des internen Rechnungswesens zur verursachungsgerechten Verteilung betrieblicher Gemeinkosten. Die Kostenstellenrechnung ordnet angefallene Gemeinkosten organisatorischen Einheiten zu und macht innerbetriebliche Kostenverantwortung transparent. Sie liegt vor, wenn Kostenstellen sachlich abgegrenzt und Kosten mithilfe geeigneter Verteilungsschlüssel systematisch erfasst sind. Gesetzliche Vorgaben bestehen hierfür nicht, da das Instrument ausschließlich internen Steuerungszwecken und betriebswirtschaftlichen Kontrollaufgaben dient. Die Kostenstellenrechnung begründet keine handelsrechtliche Bewertungspflicht und keinen externen Ausweis von Kosten. Von der Kostenstellenrechnung zu unterscheiden ist die Kostenträgerrechnung, die Kosten Produkten oder Aufträgen zurechnet. In der Praxis dient sie als Grundlage für laufende Kostenkontrolle, innerbetriebliche Leistungsverrechnung und vorbereitende Kalkulation betrieblicher Entscheidungen.