Zinsfestschreibung
In Kürze
Die Zinsfestschreibung bezeichnet einen Zeitraum mit unveränderlichem Zinssatz für ein Darlehen. Sie schafft kalkulierbare Zahlungsbelastungen über eine festgelegte Zeitspanne.
Definition
Zinsfestschreibung ist ein zivilrechtliches Instrument. Sie bezeichnet die vertragliche Festlegung eines unveränderlichen Zinssatzes für einen bestimmten Darlehenszeitraum. Der vereinbarte Zinssatz gilt unabhängig von Marktveränderungen während der festgelegten Dauer. Eine Zinsfestschreibung liegt vor, wenn Zinshöhe und Bindungsdauer im Darlehensvertrag bestimmt sind. Die Festlegung kann die gesamte Laufzeit oder nur einen Abschnitt des Darlehens betreffen. Voraussetzung ist ein wirksamer Darlehensvertrag mit eindeutiger Regelung zur Zinsbindung. Rechtsgrundlage ist insbesondere § 488 Bürgerliches Gesetzbuch BGB. Die Zinsfestschreibung begründet keine Verpflichtung zur Verlängerung zu gleichen Konditionen nach Ablauf. Sie ist von variablen Zinssätzen abzugrenzen, bei denen Anpassungen während der Laufzeit vorgesehen sind. In der Praxis dient die Zinsfestschreibung der planbaren Steuerung von Zinsbelastungen bei langfristigen Finanzierungen.